We try to life Less!


Frugalismus, Philanthrop, Stoa

Vor einigen Jahren lebten wir in einem großen Haus, mit einem prächtig angelegten Garten. Irgendwann zu dieser Zeit vielen uns dann einige Dinge auf. 

 

Ich hörte mich zu meinen Kindern sagen: »Ich habe keine Zeit. Ich muss den Garten bearbeiten, ich muss deb Pool reinigen, ich muss dies und das usw.« Auch im Haus mit fast 200 m2 Wohnfläche gab es jede Menge tägliche Fleißarbeit. Wir stellten dann fest, dass es mehr Arbeit gab wie wir bewältigen konnten und wollten? 

 

Ein erster Denkprozess war angestoßen. Ich merkte, selbst für die Freizeit ist keine rechte Zeit und ständig überlegte ich wie ich meine Abläufe verbessern konnte. Es ging immer darum noch schneller und leistungsfähiger zu werden. Dabei halfen aber die ganzen Gimmicks nix.

 

Schlussendlich wurde das Häuschen verkauft, wir leben heute alle wieder zur Miete. ich selbst habe ca. 30 m2 zur Verfügung. Wir besitzen nur noch wenige Gegenstände. Die meisten Schränke und Schubladen selbst in der Küche sind leer. Wir wechselten vom Haben, ins Sein. Mein Hab und Gut ginge mittlerweile locker in einen VW Golf. Das wichtigste sind mir mein Laptop, Handy und Rad. 

 

Seit Anfang 2018 haben wir sogar den Stecker an unserem Kühlschrank gezogen. Die Tür ist leicht geöffnet und daran lagert unverderbliches. Wir kaufen jeden Tag was wir essen wollen frisch. Mittlerweile gibt es so viele Supermärkte, da schien uns die Vorratshaltung sinnlos. Lediglich Gewürze haben wir auf Vorrat. 

 


Spinoza, Sokrates, Antraxie, Stoiker

Im Jahr 2019 trennten wir uns auch noch von unserem Auto. Unser Leben wird dadurch immer einfacher und wir haben so viel mehr Freizeit in der wir in die Natur gehen und philosophieren. Wir sind überhaupt der Meinung, dass zu viele Menschen zu abgestumpft und in einer lifestyle Inflation gefangen sind und dass eine philosophische Reflexion von Zeit zu Zeit total sinnvoll ist. 

 

Wir sind große Anhänger von Sokrates, der Stoa, Spinoza, Abenteuern und des Ur-Minimalisten Diogenes von Sinope. Ansonsten lieben wir das Leben und betrachten es als ein Wunder. Der Tag bietet nur unzureichend Zeitspanne um dieses Wunder zu genießen. Wir geben unser bestes und ziehen uns das Leben in seiner ursprünglichen Form total rein. Das bedeutet wir sind Achtsam, Selbstverliebt, Demütig und sehr kritische Konsumenten und Bürger. 

 

Wir huldigen der Aufklärung, der Nächstenliebe, und der Toleranz. Ansonsten sind wir sehr dankbar, dass wir durch viel Fleiß, Erfahrung, Wagnisbereitschaft und Studium der Philosophie und Psychologie mittlerweile ein sehr gutes Leben führen. Wir sind nicht permanent glücklich, aber wir haben die dauernde Lebens-Freude gefunden. Aufgrund dieser Erkenntnis sind wir alle aus dem Hamsterrad raus und leben nun ein Leben nach dem einzig waren Gut.  

 

Wir sind frei in allem und lieben die Vernunft. Wie schon Kierkegaard meinte Entweder - Oder, beides funktioniert nicht. Es wird durch zerreißen. Wir versuchen unsere Ängste, Schwächen und Eitelkeiten abzulegen. In Der Freiheit liegt auch Weisheit. Sie bietet genug Raum zum Nachdenken, deshalb streben wir danach Frugalsten zu werden und der Philanthropie zu frönen. Wir wollen nur noch tun was uns gefällt, so etwas wie Existenzialismus, zumindest immer mehr davon. Deshalb sind wir schaffende und produktiv. Gott ist überall, der Glaube hilft und alles wird friedlich Enden.